Was kann das Top-Modell der 502er-e-Drum-Serie? Der große Yamaha DTX582K Test zeigt, was Nutzer erwarten können.

Mit der 502er-Serie bietet Yamaha E-Drumsets in der etwas gehobeneren Preisklasse an. Somit werden also bereits fortgeschrittenere Drummer anvisiert, die nicht nur Wert auf gute Spielbarkeit, sondern auch einen größeren Funktionsumfang legen. Deswegen haben alle fünf Set-Kombinationen dieser Serie das vielseitige DTX502-Modul mit an Bord. Das Yamaha DTX582K hat zusätzlich ein großes Kickpad, was auch für Doublebass-Pedale geeignet ist, sowie 4 DTX-Pads für Snare (3 Zonen) und Toms (1 Zone). Dazu kommen drei Beckenpads für Hihat-, Crash-, und Ride-Becken (3 Zonen), die man choken kann. Hier sollten also keine Wünsche offenbleiben.

Yamaha DTX582K Test – Aufbau, Verarbeitung

Bereits vor dem Aufbau fällt angenehm auf, dass man hier auf sinnvolles Ver- und Einpacken geachtet hat: So beansprucht das komplette Yamaha DTX582K mit Drumrack und allen weiteren Komponenten nur zwei Pakete und verhindert so ein heilloses Durcheinander beim Auspacken. Der Aufbau geht dank der ausführlichen und gut bebilderten Montage- und Bedienungsanleitung schnell und ohne große Probleme vonstatten.

Das sehr stabile Kickpad des DTX582K. Kleiner Nachteil ist die metallene Wölbung, die nicht allen Pedalen optimalen Halt bietet.
Das sehr stabile Kickpad des DTX582K. Kleiner Nachteil ist die metallene Wölbung, die nicht allen Pedalen optimalen Halt bietet.

Ist man fertig und begutachtet sein Set, so fällt einem schnell die wertige Verarbeitung ins Auge: Es wurde besonders beim Drumrack viel Metall verbaut. Viele der Teile und Komponenten werden auch bei Yamahas Akustikdrums benutzt, die ja noch einmal ganz andere Kräfte vertragen müssen. So steht das ganze Set sehr stabil und wackelt auch bei längerem und kraftvollem Spiel nicht.

Einzig beim Kickpad sollte man etwas genauer hinschauen, wie man sein Pedal anbringt – die metallene (und deswegen glatte) Wölbung führt schonmal zu einer Lockerung des Fußpedals.

Yamaha DTX582K Test – Sounds

Besonders wichtig sind bei einem E-Drumset natürlich die mitgelieferten Sounds. Und hier dürften beim Yamaha DTX582K keine Wünsche offenbleiben: In den 50 eingespeicherten Kits finden sich alle Sounds, die der Drummer begehrt. Egal, ob man ein schön boomiges und räumliches Jazz-Set hören möchte, ein Heavy Metal-Kit oder exotische Percussionsounds: alles ist abgedeckt. Die Auswahl geschieht denkbar einfach durch das drehbare Rad in der Mitte des Moduls. Ist man mit den vorgefertigten Kits nicht zufrieden (oder man will etwas experimentieren), sind 50 Speicherplätze für eigene Kits vorhanden.

Die möglichen Einstellungen sind vielfältig und gehen bis ins letzte Detail.
Die möglichen Einstellungen beim Yamaha DTX582K sind vielfältig und detailliert.

Beschäftigt man sich mit dem Drummodul etwas genauer, so ist es möglich, die eingespeicherten Kits bis ins letzte Detail zu bearbeiten. So kann man die Toms höher oder tiefer stimmen, das Stereopanorama ändern, die Sustain- und Gate-Zeit einstellen und noch vieles mehr. Die Bedienungsanleitung erklärt hier alles genau. Beim Yamaha DTX582K gibt es also keine Entschuldigung mehr für „Das Kit nehme ich nicht, das klingt nicht gut“!

Neben den Kits gibt es beim Yamaha DTX582K natürlich auch mitgelieferte Songs, 60 an der Zahl. Auch hier hat man die musikalische Bandbreite ziemlich gut abgedeckt: Rock-, Swing-, RnB-Nummern sind ebenso vorhanden wie so ziemlich alles dazwischen. Einige wenige Songs sind leider etwas kurz und erinnern an MIDI-„Einheitsbrei“, aber darüber kann man sicherlich hinwegsehen. Ein paar der eingespeicherten Songs (40 Speicherplätze für eigene Songs gibt es auch noch) sind keine Songs an sich, sondern kurze, sich wiederholende Percussion-Rhythmen  – eine schöne Idee für Rhythmus-Trainings und anspruchsvolle Solo-Begleitungen.

Zu allen Songs kann man selbstverständlich ein Metronom dazuschalten, die mitspielende Schlagzeugspur stummschalten oder auch das Tempo ändern. Hier kann man also ganz nach Geschmack und Fähigkeiten üben.

Etwas Eingewöhnung erfordert beim Yamaha DTX582K das Spielen der Hihat. Durch die Aufteilung des Pads in drei Zonen (wie bei den anderen Becken auch) ist die Handhaltung etwas unnatürlich, um den „normalen“ Sound der Hihat zu erreichen: Hier muss der Stick in recht steilem Winkel gehalten werden, da man ansonsten den äußeren Rand des Beckens trifft und somit wieder eine andere Zone antriggert. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, dürfte aber durch Anpassung des Hihat-Ständers und ein bisschen Übung kein langfristiges Problem darstellen.

Durch die Verwendung von Metall sind alle Komponenten sehr stabil.
Durch die Verwendung von viel Metall sind alle Komponenten sehr stabil.

Der Yamaha DTX582K Test geht auf Seite 2 weiter: Bedienung, weitere Funktionen und das Fazit!