Epiphone The Dot EB

Epiphone The Dot EB

Die halbakustische Epiphone The Dot EB kommt optisch sehr edel mit einem Ebony-Finish und verchromter Hardware daher. Als ein „Nachfolger“ der legendären Epiphone ES335 ist sie perfekt für alle, die den Sound von Vintage-Gitarren lieben – ohne dabei unbedingt auch den Preis für eine solche zahlen zu wollen. Genau wie das Vorbild sind Korpus, die Decke und der (geleimte) Hals komplett aus Ahorn gefertigt. Im Palisandergriffbrett sind, wie der Name schon verrät, Punkteinlagen.

Für toll klingende Zerr-Sounds wurden zwei Gibson Humbucker-Tonabnehmer verbaut. Der Halspickup verleiht der Dot den typisch warmen Sound, der beim Blues so gefragt ist, während der Bridge-Pickup dann etwas anzieht und den Sound etwas rauer macht. und um möglichst wenig Rückkopplungen zu erzeugen, ist der Sustainblock im Korpus durchgehend.

Epiphone The Dot EB

  • Preis: ca. 350€
  • Sattelbreite: 1,68″
  • Hals: Mahogany (geleimt)
  • Griffbrett: Rosewood
  • Bünde: 22
  • Tuners: Grover
  • Body: Maple (laminiert)
  • Bridge: Grover
  • Pickups: 2 Gibson Humbucker
  • Controls: 2 Volume, 2 Tone, 3-Wege-Switch
  • Saiten: D’Addario .010 – .046
  • Gewicht: 3,7 kg
  • Plus: Ideal für Blues, sehr lebendiger Sound, so wie man ihn erwartet
  • Minus: Verarbeitung ist zwar hochwertig, aber man sollte mit den Body-Kanten vorsichtig umgehen

ESP LTD FRX-401

ESP LTD FRX 401

Als wir die LTD FRX-401 ausgepackt haben, haben uns die spitzen Hörner und die “zackigen” Kanten entlang der Body-Konturen doch etwas erschreckt. Dennoch haben uns die geschmeidigen Kurven, das glänzende Finish und die unbestreitbare Stabilität, die diese Gitarre ausstrahlt, angezogen. Jeder, der bereits ein ESP-Instrument gespielt hat, weiß um ihre erstaunliche Passform und Lackierung, die leichte Bespielbarkeit, und dieses Modell entspricht genau diesem Ethos. Die 401 kam perfekt gestimmt aus dem Case und gab sofort groß klingende Akkorde und leichtgängige Runs wieder. Klasse!

Die Optik ist tatsächlich eine zweischneidige Sache, aber sie ist fachmännisch gemacht: Die schneeweiße Lackierung ist makellos und wird von der Hardware sehr schön hervorgehoben. Hält man die ESP LTD FRX-401 erstmal in der Hand und beginnt zu spielen, bemerkt man nicht, dass sie einige extreme Features hat. Man wird vielmehr von der tollen Bundierung, den einfachen Bends und dem beeindruckenden Sustain eingenommen. Die Set-Neck-Konstruktion erlaubt einen sehr leichten Zugang zum 24. Bund und verleiht auch eine vorzügliche Resonanz, die der Spieler am ganzen Körper spüren kann.

Diese Gitarre wurde offensichtlich für Rock und Metal gemacht und die EMG Humbucker machen das großartig, mit den bösen, fokussierten, verzerrten Sounds, die wir an ihnen so schätzen. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht auch tolle Clean-Sounds kann (schon mal eine Metallica-Platte gehört?). Der Hals-Pickup ist wunderbar ausbalanciert und Sounds mit beiden Tonabnehmern sehr detailreich. Mit diesen Pickups und der feinen Einstellung ging es rasend schnell durch Legato-Passagen und höllischen Stakkato-Linien. Man möchte ein Instrument eigentlich nie darum bitten, die eigenen spielerischen Schwächen auszubügeln, aber die 401 kann das tatsächlich ein bisschen (klarer Bonus ;-) ).

Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Art Look man bei einer Gitarre möchte, aber Qualität muss immer sein – und das ist bei der ESP LTD FRX-401 definitiv der Fall. Dieses Qualitätslevel findet sich übrigens bei allen LTD-Modellen, was man beim Auswählen berücksichtigen sollte.

ESP LTD FRX-401

  • Preis: ca. €950,-
  • Sattelbreite: 1.69″
  • Hals: Maple
  • Griffbrett: Rosewood 25 1/2″ Scale mit 13.78″ Radius
  • Bünde: 24 (Jumbo)
  • Tuners: Grover
  • Body: Mahogany
  • Bridge: LTD Fixed
  • Pickups: EMG 81 Humbucker (Bridge) und 60 Humbucker (Neck)
  • Controls: Master Volume und Tone, 5-Wege-Switch, On/Off Bridge Switch
  • Saiten: Elixir Nanoweb 1046E
  • Gewicht: 3,2 kg
  • Made in: China
  • Plus: Unglaubliche Bespielbarkeit, einzigartiger Look, beeindruckendes Sustain.
  • Minus: Body könnte für einige Geschmäcker extrem sein.

Fender Standard Jazzmaster HH

Fender Standard Jazzmaster HH

Es macht immer Spaß sich vorzustellen, was wohl passiert wäre, wenn Fender und Gibson in den 1960ern fusioniert hätten. Eine Möglichkeit wäre wohl eine Jazzmaster mit Humbuckern und einer Tune-o-matic-Bridge (und selbstverständlich einem launenhaften Floating Tremolo mit extra langem Arm) gewesen, und genau dies haben wir hier mit der Fender Standard Jazzmaster HH. Vorgestellt ist sie in Ghost Silver mit schwarzem Pickguard und ausgestattet mit Pickups mit schwarzen und chromfarbenen Spulen.

Mit 22 gut ins Palisander-Griffbrett eingesetzten Bünden fühlt sich die Jazzmaster HH auch so wie die Rockaxt an, die sie vielleicht geworden wäre, wenn Ted McCarthy von Gibson bei diesem Modell ein Wörtchen mitzureden gehabt hätte. Wären dann die Ventures, die Surfaris oder Sonic Youth in diesem Fall dieselben gewesen? Wer weiß das schon. Jedenfalls bietet die HH für heutige Spieler, die den optischen Reiz einer Jazzmaster mögen, eine Rock-freundliche Plattform mit jeder Menge Asse im Ärmel.

Durch einen Mesa/Boogie Mark 5:25 und einen BluGuitar Amp 1 gespielt bewies die Fender Standard Jazzmaster HH ihre Fähigkeit zu weitgefächerten Sounds, die von majestätisch clean bis massiv verzerrt reichten. Der Hals-Pickup hat einen satten und detailreichen Sound, und da er der lautere von beiden ist, ist er besonders cool bei Soli im Humbucker-Modus, ebenso wie bei cleanen Akkorden und Fingerpicking im Single Coil-Modus. Sind beide Pickups gleichzeitig als Single Coils aktiv, ergeben sich ebenfalls tolle rhythmische und melodische Texturen. Die kurvige Form des Tone-Knopfes könnte im Eifer des Gefechts etwas schwer unter den Finger zu bekommen sein, wenn man auf Single Coil umschalten möchte. Dies ist aber das einzige Problem, das entstehen könnte (ein Push/Push Tone-Poti könnte allerdings ein gern gesehenes Update sein).

Der Bridge Pickup ist nicht so heiß, dass er aufgedreht an Klarheit verlieren würde, und bietet markige Overdrive-Sounds mit Tiefe und Detail, selbst wenn sie sich durch einen Sturm von Distortion drücken müssen. Das Fazit ist, das mir die Gitarre mehr und mehr gefiel, je länger ich darauf spielte. Wenn man also eine klassische Fender sucht, die das macht, was sonst keine Fender bisher gemacht hat, ist man es sich selbst schuldig, die Jazzmaster HH auszuprobieren.

Fender Standard Jazzmaster HH

  • Preis: ca. €670,-
  • Sattelbreite: 1.69″
  • Hals: Maple
  • Griffbrett: Rosewood, 25.5″ scale, 9.5″ Radius
  • Bünde: 22 (Jumbo)
  • Tuners: Die-cast
  • Body: Alder
  • Bridge: Justierbare 6-saddle mit Jazzmaster-Vibrato
  • Pickups: 2 Blacktop-Humbuckers
  • Controls: Volume, Tone (mit push-pull coil-split), 3-Wege-Switch
  • Saiten: Fender, 010-.046
  • Gewicht: 3,9 kg
  • Made in: Mexiko
  • Plus: Die bisher am größten klingende Jazzmaster. Gut bespielbar.
  • Minus: Tone-Knopf schwierig zu ziehen. Kein Vibrato Lock.

Godin Session LTD

Godin Session LTD

Diese Schönheit mit verschraubtem Hals sieht mit ihrem Desert Blue Finish und dem Pearloid Pickguard raffiniert aus und sie kommt mit einer Ausstattung daher, mit der der Spieler ein Maximum an Performance für sein Geld bekommt. Der Satin-finished Maple-Hals fühlt sich so bequem wie eine eingetragene Jeans an und die Bünde sind extrem sauber mit gleichmäßigen Crowns und ohne scharfe Kanten eingesetzt – selbst der Sattel wurde so geformt, dass er keine scharfen Ecken hat. Das 12“ Ahorn-Griffbrett, das mit sehr gut sichtbaren schwarzen Punkten versehen ist, ist perfekt für Blues-Bends, während es gleichzeitig auch eine gute Oberfläche für schnelles Picking liefert.

Godins voll einstellbare Trem-Bridge ist für gefühlvolle Pitch-Bends eingestellt und seine butterweiche Funktion erlaubt es ihm, sehr stimmstabil zu arbeiten. Das Try-Lock Feature ist ebenfalls cool, da es einem erlaubt, einfach mithilfe der mitgelieferten Sechskantschlüssel den Bereich des Tremolo Arm Swings so zu justieren, sodass er genau da sitzt, wo man ihn haben möchte.

Um dieses Modell für eine breite Spanne an Stilen passend zu machen, hat Godin die Session LTD nach Vorlage der populären Hum/Sin/Sin-Pickup Konfiguration entworfen und verwendet zwei ihrer eigenen GS-1s im Pickguard und einem Duncan SH-11, der in einer verchromten Einfassung in der Bridge-Position sitzt. Zusammen mit einem 5-Wege-Switch und geriffelten Volume- und Tone-Knöpfen (letztere mit Push/Pull Funktion, um die Spulen des Humbuckers zu splitten) gibt einem dieses Setup eine Fülle von Soundoptionen.

Durch zwei unterschiedliche Combos gespielt (einen Kendrick 4210 und einen Dr. Z Z-Lux) und mit einem zugeschalteten Fulltone Full-Drive Pedal für High Gain-Sounds, bewies die Session LTD ihre Fähigkeiten von glitzernd clean zu massivem Overdrive mit reichlichen Möglichkeiten für Jazz, Blues Country, Fusion, Hard Rock und vielem mehr. Die GS-1s klingen sehr robust – besonders cool in der Halsposition für kehlige Blues Solos – und geben in Kombination mit den Hubmuckern im Coil-Split Modus schöne Rhythmus-Texturen von sich.

All dies zusammen macht die Godin Session LTD perfekt für Gitarristen, die eine enorme Breite an Stilen abdecken möchten. Für €829,- ist sie sicherlich eine der besten Deals für eine in Nordamerika gefertigte Gitarre.

Godin Session LTD

  • Preis: ca. €829,-
  • Sattelbreite: 1.69″
  • Hals: Maple, verschraubt
  • Griffbrett: Rosewood, 25.5″ scale, 12″ Radius
  • Bünde: 22
  • Tuners: Godin die-cast
  • Body: Canadian basswood
  • Bridge: Godin Tru-Loc Trem
  • Pickups: 2 Godin GS-1 single-coils, 1 Seymour Duncan SH-11 Humbucker
  • Controls: Volume, Tone (w/push-pull coil split für Humbucker), 5-Wege-Switch
  • Saiten: 010-.046
  • Gewicht: 3,7 kg
  • Made in: Kanada
  • Plus: Eine feine Gitarre mit einer weiten Range an Sounds.
  • Minus: Keine.

Klicke auf die 3 für den dritten Teil der 11 Budget E-Gitarren unter 1000€!