Guild S-100 Polara

Guild S100 Polara

Für denjenigen, der den Look, das Feel und den Vibe einer Vintage-Style Double Cutaway-Gitarre liebt, ist die Guild S-100 Polara aus Guilds Newark St. Collection ein ernstzunehmender Kandidat. Aus der Ferne ist die Bodyform ähnlich einer Standard Gibson SG, aber bei genauerer Betrachtung hat die Guild S-100 leicht versetzte Hörner, eine größere Kopfplatte, sowie ein gewinkeltes Tailpiece, die ihr einen ganz eigenen Look verleihen. Als exakter Nachbau einer original 70er S-100 wird diese Gitarre unter Berücksichtigung der gleichen Spezifikationen, Hardware, Materialien und Elektronik gebaut.

Dies sind gute Neuigkeiten für Fans von Soundgarden, die Kim Thayil im Laufe seiner Karriere auf verschiedenen S-100 haben spielen hören. Aber selbst wenn man Jazz, Country, Metal oder irgendetwas dazwischen spielen möchte, ist die Guild S-100 für ein weites Spektrum an Stilen geeignet, da die Gitarre sich sehr gut an die individuelle Spielweise anpasst. Die Pickups haben weniger Output als einige andere moderne Humbucker und geben der S-100 eine gesteigerte Tiefe und Klarheit.

In einen Fender Hot Rod DeVille 212 gesteckt liefert die Gitarre einen fantastischen Clean-Sound, der munter bei funkigen oder perkussiven Riffs auf dem Bridge-Pickup klingt, der aber auch bei großen, offenen Akkorden den Raum mit reichhaltigem Sustain zu füllen weiß. Mit verschiedenen Stufen an Overdrive versehen singen die Töne würzig und mit Punch. Übersteuerte Sounds haben einen klassischen Midrange-Boost, ohne jedoch matschig oder zu bassig zu klingen.

Diese Gitarre zu testen hat wirklich enorm Spaß gemacht, da sie komfortabel zu spielen war und unglaublich klang. Aus qualitativ hochwertigen Materialien hergestellt und gut verarbeitet ist die Guild S-100 Polara eine langlebige, verlässliche und gute Wahl, um jeder Performance etwas Vintage-Flair zu verpassen.

Guild S-100 Polara

  • Preis: ca. €777
  • Sattelbreite: 1 11/16″
  • Hals: Mahogany, set
  • Griffbrett: Rosewood 24.75″ scale
  • Bünde: 22 narrow Jumbo
  • Tuners: Grover Sta-Tite
  • Body: Mahogany
  • Bridge: Guild Tune-o-matic, Guild compensated stop Tailpiece
  • Pickups: 2 Guild HB-1 Humbuckers
  • Controls: 2 Volume, 2 Tone, 3-Wege-Switch
  • Saiten: D’Addario EXL110, .010-.046
  • Gewicht: 4 kg
  • Made in: Korea
  • Plus: Hervorragende Qualität und Performance. Klassische Humbucker Sounds. Sehr gute Ansprache.
  • Minus: Keine.

Ibanez Steve Vai JEM Jr.

Ibanez Steve Vai JEM JR

Den populären Steve Vai Signature JEM Modellen nachempfunden, ist die Ibanez Steve Vai JEM Jr. eine bezahlbare Variante, ohne an Funktionalität oder Kunstfertigkeit zu sparen. Für die Ästhetik gibt es die kultigen Tree-of-life Inlays, die hinter dem Whammy sitzende Lion Claw Rout und den sofort wiedererkennbaren Monkey-Griff. Bevor man bereits ein Kabel in die umgekehrt eingesetzte Buchse steckt, ist dies bereits eine cool aussehende Gitarre, die die gleichen Vibes wie die viel teureren JEMs aufgreift.

Der Wizard III Maple Neck auf der JEM Jr. ist dünn, schnell und spielt sich wie Butter und verspricht so ein sehr entspanntes und komfortables Spielerlebnis ohne einen Hauch von Ermüdung. Die Standard Double-Locking Tremolo Bridge ist auch bei extremen Dives stimmstabil.

Alles in allem klangen die Quantum Single Coil- und Humbucker-Pickups gut, wobei mir die Humbucker besser gefielen, da die Single Coils für meinen Geschmack ein wenig dünn klangen. Würde ich meine Vai-Sucht ernsthaft betreiben, würde ich sehr wahrscheinlich die originalen Pickups gegen einen Satz DiMarzio Evolution-Tonabnehmer tauschen, um den Sound einer JEM 7V besser einzufangen. Das wäre allerdings keine notwendige Ausgabe, da die Jr. auch so zu fantastischen Sounds in der Lage ist.

Fazit: Die JEM Jr. sieht gut aus, spielt sich schnell und ist die bei weiten günstigste Gitarre der Vai Signature-Serie. Eine außergewöhnlich wertige Gitarre für den Vai-Fan der Arbeiterklasse.

Ibanez Steve Vai JEM Jr.

  • Preis: ca. €479,-
  • Sattelbreite: 1.693″
  • Hals: Maple, bolt-on
  • Griffbrett: Rosewood, 25.5″ scale mit Tree-of-life Inlay
  • Bünde: 24 (Jumbo)
  • Tuners: Ibanez
  • Body: Mahogany
  • Bridge: Standard DL Double-Locking Tremolo
  • Pickups: 2 Quantum Humbuckers (Bridge und Neck), 1 Quantum Single-Coil (Middle)
  • Controls: Master Volume, Master Tone, 5-Wege-Switch
  • Saiten: Ibanez, .009-.042
  • Gewicht: 3,9 kg
  • Made in: Indonesien
  • Plus: Sieht cool aus. Dünner, schneller Hals. Große Tremolo-Range. Sehr wertig.
  • Minus: Single-Coil Pickup klingt etwas dünn.

PRS SE Custom 24 Floyd Rose VS

PRS SE Custom24 Floyd Rose VS

Die PRS SE Custom 24 Floyd Rose VS macht optisch direkt was her: Mit ihrer geflammten Ahorndecke und dem kräftigen, rötlich-braunen Ton sieht sie optisch schon sehr cool, aber auch zeitlos aus. Noch besser wird es, wenn man sich mit den Features auseinandersetzt: Die PRS SE Custom 24 Floyd Rose VS basiert nämlich auf der bekannten und beliebten SE Custom 24.

Neu dazugekommen ist der Floyd Rose 1000 Tremolo, der in Korea gefertigt wird, aber das gleiche Design und dieselbe Qualität wie die ,,originalen“ aufweist. Der lange, dünne Hals sorgt für ein gutes Trage- und Spielgefühl. Um einen ordentlichen Sound zu bekommen, sind SE HFS- und SE Vintage Bass-Pickups eingebaut, fürs schnelles Bedienen gibt es einen Volume- und einen Tone-Regler. Die PRS SE zeigt sich dabei außerordentlich flexibel und sehr dynamisch: Die Töne kommen schnell und sehr klar, was besonders technisch versierten Spielern zugute kommen wird.

Mit einem ordentlichen Amp lassen sich dem PRS trotzdem aggressive Sounds entlocken, sodass auch der geneigte Metalspieler mit dieser Wahl zufrieden sein wird.

PRS SE Custom 24 Floyd Rose VS

  • Preis: ca. 900€ (inkl. Gigbag)
  • Hals: Maple (Wide Thin)
  • Griffbrett: Rosewood
  • Bünde: 24
  • Tuners: PRS Designed
  • Body: Mahogany
  • Bridge: Floyd Rose Tremolo
  • Pickups: 1 PRS SE HFS Treble, 1 PRS SE Vintage Bass
  • Controls: Volume, Push/Pull Tone, 3-Wege-Switch
  • Plus: Vielseitig, gute Bauweise, toller Sound.
  • Minus: Keine

Squier J Mascis Jazzmaster

Squier J Mascis Jazzmaster

Da meine erste „richtige“ Gitarre eine 1966 Fender Jaguar war, hatte ich immer eine Schwäche für den Body Style und diesen Teil der Fender Linie.(Ich mag auch die Tatsache, dass weniger Leute Jazz auf einer Jazzmaster spielten, als Bass über einen Bassman). Einer der größten Verfechter der Jazzmaster ist Dinosaur Jr.-Frontman J Masics. Dieses Squier Signature Modell sieht dank der Vintage White-Lackierung und dem eloxierten goldenen Pickguard super cool aus. Sie fühlt sich auf Grund des konturierten Bodys und des beachtlich kräftigen Halses sehr komfortabel an und ist den Ur-Jazzmasters sehr ähnlich. Lediglich die Adjusto-Matic Bridge verleiht ihr einen leicht modernen Touch.

Verstärkt zeigt die Squier J Mascis Jazzmaster sofort ihre Eigenständigkeit: Die Single Coils haben eine großartige Persönlichkeit und sind dabei weder Strat-ähnlich noch erinnern sie an die P-90. Die Sounds sind atmosphärisch und haben Tiefe mit einem schönen Klang und machen viel Spaß, ganz gleich ob clean oder dirty. Mit dem coolen Whammy-System ist diese Gitarre großartig für Surfsounds geeignet, wenn man sein Reverb einschaltet, aber mir gefiel besonders, wie sie Blues, Pop, aber auch die härtesten Rockparts rüberbrachte.

Alle der oben beschriebenen Sounds wurden mit dem „Lead“ Mode der Jazzmaster erreicht. Betätigt man den niedlichen kleinen Slider Switch, kommt man in den „Rhythm“ Modus, was mit Absicht einen dunkleren Sound mit zurückgedrehten Höhen ergibt, den nur der Hals-Pickup liefert. Lautstärke und weitere Höhenabsenkung regeln tolle Roller Style-Daumenräder. Diese erlauben durch einfache Schalterbetätigung drastisch unterschiedliche Sounds, die mir allerdings übermäßig dunkel klangen und die ich wahrscheinlich nur für riesige Fuzz-Sounds benutzen würde.

Lässt man diese kleinliche Kritik beiseite, so riecht diese Gitarre bereits nach Vibe und Inspiration. Spiel nur ein paar Riffs auf ihr und man versteht, wie so viele kultige Gitarristen so großartige Arbeit auf einer Jazzmaster verrichten konnten. Echt cool!

Squier J Mascis Jazzmaster

  • Preis: ca. 500€
  • Sattelbreite: 1.675″
  • Hals: Maple
  • Griffbrett: Rosewood 25 1/2″ scale mit 9 1/2″-Radius
  • Bünde: 21
  • Tuners: Vintage style
  • Body: Basswood
  • Bridge: Adjusto-Matic mit vintage-style floating Tremolo
  • Pickups: 2 Jazzmaster Single-Coils
  • Controls: Lead Volume, Tone, 3-Wege-Switch, Rhythm Volume, Tone
  • Saiten: Fender .010-.046
  • Gewicht: 3,9 kg
  • Made in: China
  • Plus: Klassisches Design. Großartige Sounds. Unmittelbare Persönlichkeit.
  • Minus: Rhythm-Modus könnte für einige Spieler zu „dunkel“ klingen.

Egal, welche Gitarre man sich hier aussucht, welchen Stil man einschlagen möchte oder ob man eher im Studio oder auf der Bühne zuhause ist – mit diesen Modellen erhält man “viel Gitarre” für wenig Geld!

© Guitar Player, courtesy of NewBay Media, 2015