MIDI-Controller

Immer mehr Controller bieten sich auf dem Markt an. Welche Geräte bieten was in welcher Preisklasse? Wir geben einen MIDI-Controller Überblick.

Vor noch nicht einmal 15 Jahren gab es so etwas wie ein portables MIDI Keyboard oder MIDI Controller nicht. Aufgrund von leistungsfähigeren Laptops erblickte dieses Produktsegment dann schlussendlich doch das Licht der Welt. So können mittlerweile Songs nur mithilfe einer Software und einem eingestöpselten MIDI Keyboard, das über USB angeschlossen ist, entstehen. Auch Tablets und Smartphones sind so weit, dass man auf ihnen Synthesizer und DAWs nutzen kann.

Die mobile Musikproduktion breitet sich also weiter aus und erfreut sich immer noch steigender Beliebtheit – sowohl bei Profis als auch im Homestudio-Bereich. Die nachfolgenden, rund 25 Controller von einem guten Dutzend Unternehmen sind nur die, die wir erwähnenswert fanden. Mini Key Controller und alternative Steuerungstypen mit Knöpfen und Pads werden zwar immer beliebter, aber wir haben auch „normale“ MIDI Keyboards mit 25 oder weniger Tasten mit einbezogen – immerhin war der erste MIDI Controller, der M-Audio Oxygen 25 in 2002, auch ein solcher.

Ausgenommen von der Liste haben wir Mini Key Synthesizer. So kosten die meisten Produkte weit weniger als 300€, viele sogar weniger als 100€. Die, die mehr kosten, verfügen über besondere Funktionen.

Alle aufgelisteten Produkte werden über USB mit Strom versorgt und sind sowohl mit Mac als auch mit PC kompatibel. Besondere Informationen, wie zum Beispiel weitere Anschlussmöglichkeiten (mobile Plattformen, beigelegte Software etc.) sind extra erwähnt.

MIDI Controller Überblick: Unter 100€

MIDI-Controller Überblick: Akai LPK25
Das Akai LPK25 MIDI Keyboard.

Akai hat drei 25-Minikey-Optionen. Die kleinste ist das Akai LPK25 (ca. 49€) MIDI Keyboard, das noch nicht einmal 500g wiegt und mit einem Arpeggiator glänzt. Ansonsten gibt es keine Kontrollmöglichkeiten. Der Akai MPK Mini Mk II (ca. 99€) bietet dagegen bereits acht MPC Style Pads (backlit), acht Regler, und eine Note Repeat/Arpeggiator-Funktion in einem kompakten Gehäuse, das rund 850g auf die Waage bringt. Der „Größte“, der Akai APC Key 25 (ca. 80€), ist auf Ableton Live ausgerichtet: Hier gibt es unter anderem eine Live Clip-Matrix mit 5×8-Buttons und weiteren Live-Kontrollmöglichkeiten. Außerdem ist die Live Lite Software enthalten. Ein DJ wird daran seinen Spaß haben.

Der Alesis V25 (ca. 79€) verfügt über schwarze Optik, hat eine Synth-Action-Tastatur und im Gegensatz zum „großen Bruder“ VI25 nur acht hintergrundbeleuchtete Pads, vier Encoder und vier programmierbare Buttons. Durch die etwas kleiner dimensionierten Pitch Bend- und Modulationsräder ist das V25 MIDI Keyboard jedoch auch flacher (ca. 24cm).

Das Arturia MiniLab (ca. 99€) lohnt sich beinahe alleine schon aufgrund der Analog Lab Software, die über 6000 Presets von Vintage Synthesizern liefert. Mithilfe der 16 Encoder lässt sich an den Synthesizer Presets basteln und es gibt zwei Bänke mit je acht von hinten beleuchteten Pads. Der MiniLab lässt sich dabei auch mit iOS Geräten ansteuern (Connector-Kit benötigt) und wiegt ca. 1,1 kg.

Das Keith McMillen K-Board (ca. 90€) ähnelt dem „großen Bruder“ QuNexus sehr. Beide sind klein, leichtgewichtig und wasserabweisend. Die „Tastatur“ besteht aus Pads, die Velocity- und Pressure-sensitiv und programmierbar sind. Das K-Board funktioniert nur mit iOS- oder Android-Geräten und auch nur über MIDI.

Zwei der Korg-Controller– der Korg microKEY und Korg microKEY Air – sind beinahe komplett identisch, nur kann der microKEY Air über Bluetooth MIDI angeschlossen und mithilfe von zwei AA-Batterien betrieben werden. Beide werden über USB mit Strom versorgt und es gibt sie mit 25, 37, 49 oder 61 Tasten. Der microKEY hat demnach eine Preisspanne von rund 60€ bis 160€, der microKEY Air von 99€ bis 199€. Das Gewicht beträgt maximal ca. 1,9kg – also immer noch leicht genug für den Rucksacktransport. Die Kontrollmöglichkeiten sind zwar etwas spärlich, die 25 Tasten Versionen haben jedoch einen Pitch-Bend- und Modulation-Joystick, während die größeren Versionen dafür Räder haben. Außerdem gibt es einiges an Software dazu: Die Korg Module LE iOS App, das Legacy Collection M1-Plugin und weitere Instrumenten-Plugins.

Den Korg nanoKEY 2 gibt es in schwarz oder weiß.
Den Korg nanoKEY 2 gibt es in schwarz oder weiß.

Zudem gibt es von Korg auch noch den ultra-kompakten nanoKEY 2 (ca. 49€). Diesen gibt es entweder in schwarz oder weiß und hat Tasten für Octave up/down, Pitch up/down, Modulation und Sustain. Sie wiegen nur ein halbes Pfund und sind nahezu winzig (325 x 13 x 83 mm).

Der Klassiker, das M-Audio Oxygen 2 Mk IV MIDI Keyboard (ca. 99€), verfügt über 25 normal große Tasten, acht anschlagsdynamische Pads, acht Drehregler, einen Fader und Transport-Regler. Ein Sonivox Spectral Morphing Synthesizer Plugin ist mit dabei, ebenso wie DAW-Steuerungsmöglichkeiten.

Beide Mini-Key-Controller von M-Audio haben 32 statt der üblichen 25 Tasten und sind iOS-kompatibel (mittels optional erhältlichem iPad-Connector). Die „einfachere“ Ausgabe, die M-Audio Keystation Mini 32 (ca. 49€), wiegt gerade einmal 500g und hat Pitch Bend-, Modulation- und Sustain-Buttons. Das M-Audio Axiom AIR Mini 32 (ca. 79€) fügt dem noch acht Encoder und Trigger Pads, Transport-Steuerung und Automapping-Funktionen für verschiedene DAWs hinzu.

Für 25 normal große und halbgewichtete Tasten ist der Nektar Impact LX25 (ca. 99€) mit rund 1,8kg recht leicht. Außerdem ist er reich mit Kontrollfunktionen bestückt: Acht Pads und Encoder, sechs Transport-Buttons und ein Master-Fader findet sich hier. Das interessanteste Feature eröffnet sich jedoch nicht auf den ersten Blick: Hier hat man sehr darauf geachtet, DAW-Steuerung für verschiedene Plattformen zu integrieren (wenn auch nicht Ableton Live und Avid Pro Tools); ein Feature, das von den Nektar Panorama-Controllern übernommen wurde. Diese DAW-Templates umfassen Mixer- und Instrument-Presets, wodurch man sehr gut mit dem Impact LX25 arbeiten kann.

Der Novation Launchkey Mini MIDI Keyboard(ca. 99€) umfasst die meisten Features des größeren Novation Launchkey 25: Hier gibt es 25 Mini-Tasten, 16 Pads mit Ableton Live Integration, und außerdem gibt es acht Encoder und das gleiche DAW-Mapping, das man auch beim Launchkey 25 findet.

Der Reloop Keyfadr (ca. 89€) unterstützt Ableton Live. Hier funktioniert das aber etwas anderes als sonst: Der Keyfader hat acht Channel Strip-Steuerungs-Sektionen, bei denen es jeweils Fader-Buttons und Encoder gibt. Außerdem gibt es einen internen Arpeggiator, Transport-Steuerung und weitere DAW Integration für Bitwig Studio, Propellerhead Reason und FL Studio.

Die kleineren Produkte von Samson benutzen beide Touch-Strips für Pitch-Bend und Modulation, um Platz zu sparen. Der mit 25 Tasten ausgestattete Samson Graphite M25 (ca. 79€) hat außerdem vier Mini-Pads und acht Drehregler, während der Samson Graphite M32 (ca. 69€) 32 Tasten hat, aber weniger Kontrollmöglichkeiten.

Der Samson Graphite MD13.
Der Samson Graphite MD13.

Wir haben auch den Samson Graphite MD13 (ca. 69€) auf diese Liste gepackt. 13 velocity-sensitive und auch druckempfindliche Pads sind chromatisch und keyboard-artig angeordnet, und außerdem gibt es Octave up- und down-Buttons. Sechs programmierbare Encoder und ein Master-Fader finden auch noch Platz auf dem noch nicht einmal 0,5kg schweren Controller (Maße: 444 x 114 x 38 mm).

Der MIDI-Controller Überblick auf Seite 2: Die Preisklasse von 100€ – 150€ und über 150€!