Was gehört eigentlich alles dazu, wenn man professioneller Musiker werden möchte? Klar ist: Musik ist nicht alles. Marco Wriedt gibt dir in diesem Video sieben Tipps über das Musikbusiness, die du beachten solltest.

Eine Karriere mit seiner Musik zu machen: davon träumen viele. Aber es gibt sehr viele Dinge, die dazu gehören. Dabei ist die Qualität der Musik ist nicht unbedingt ausschlaggebend. Auch Marco Wriedt, Gitarrist bei 21Octayne, bekommt zu diesem Thema immer wieder Fragen. Hier sind 7 Dinge, die er im Video anspricht, die du dir zu Herzen nehmen solltest.

Musikbusiness – Tipp 1: Social Media ist gut – aber längst nicht alles

Klar – Social Media ist ein tolles Werkzeug, um bekannter zu werden. Das ist ein Vorteil, den die jungen Bands und Künstler von heute haben. Du kannst dich im Internet vermarkten und deine Songs können von Millionen von Menschen gehört werden.

Man muss sich aber auch vor Augen führen, dass Social Media nur ein ganz kleiner Teil des Musikbusiness und generell der Musik”welt” ist – und es hat nichts mit dem “realen” Leben eines professionellen Musikers tun.

Musikbusiness – Tipp 2: Talent ist nicht alles

Das musikalische Talent eines Künstlers sagt nur wenig darüber aus, wie weit man es im Musikbusiness schaffen wird. Mindestens genauso wichtig ist es, ein musikalisches Profil aufzubauen, sodass die Hörer dich erkennen und wiedererkennen können.

Weitere wichtige Bestandteile sind Verlässlichkeit, Offenheit für neues und dass man seine Augen – und Ohren! – überall hat. Und: Keiner wird besser, wenn er immer nur im stillen Kämmerlein für sich spielt. Geh raus, spiel live und mit anderen!

Musikbusiness – Tipp 3: Musikgeschichte

Musikalische Geschichte verbindet. Was du hörst, hört nicht unbedingt jeder andere. Aber von irgendwoher wurden auch deine Helden inspiriert. Oftmals findet man am Ende dieser “Kette” einige wenige Namen, auf die man alles zurückführen kann. Über diese kann man mit anderen reden. Das verbindet nicht nur, sondern es zeigt auch, dass du leidenschaftlicher Musiker bist. Und so können sich im Musikbusiness wieder andere und neue Türen öffnen.

Musikbusiness – Tipp 4: Eigenständig durch Vielfalt

Wie bereits erzählt, ist dein musikalisches Profil sehr wichtig. Durch dieses unterscheidest du dich von anderen. Du solltest nicht nur einen Künstler anhimmeln, weil man sonst nach einigen Jahren feststellt, dass man diesen nur kopiert (hat). Vielmehr sollte man so viele Einflüsse wie möglich haben, also viel Musik hören!

Übrigens: Will man sich nur in einem Genre aufhalten, ist das auch okay. Dann sollte man sich aber innerhalb dieses Genres auch so viele Künstler wie möglich anhören. Sowas ist nicht nur für dein Können an einem Instrument gut, sondern auch für deine Songwriting-Talente.

Musikbusiness – Tipp 5: Musik ist nicht alles

Es gibt auch ein Leben außerhalb der Musik (ja, schwer nachvollziehbar, aber es ist so). Dein Leben sollte nicht nur von dieser einen Sache dominiert sein, da man ansonsten vieles vernachlässigt oder vergisst. Das kann später hinderlich und schädlich sein. Eine Balance zu finden ist wichtig!

Musikbusiness – Tipp 6: Die Musik, nicht das Instrument, ist wichtig

Menschen hören sich Musik und keine einzelnen Instrumente an. Das sollte auch in deinem Spiel hörbar sein, also “mülle” deine Songs nicht mit Licks, Fills und Breaks zu. Hör’ darauf, was der Bass, das Schlagzeug, die Gitarre und der Sänger macht.

Das fängt auch schon bei der Probe an: Bist du zu laut? Beißt sich dein Leadsound mit den Keyboards? Musik macht man im Team, und so sollte man sich auch verhalten. Die Leute werden dich für deine Musik lieben, nicht unbedingt für dein Können.

Musikbusiness – Tipp 7: Sich über das Musikbusiness informieren

Meinst du es mit deiner Karriere ernst, wirst du früher oder später Verträge unterschreiben müssen. Hier solltest du dich informieren, was man unterschreibt und was vielleicht besser nicht. Auch die Merchandise-Einnahmen und die Aufteilung dieser sind wichtig. Wie sieht es außerdem zum Beispiel mit einem Band-Manager aus? Die Liste lässt sich endlos fortsetzen; hier musst du schauen, was für dich wichtig ist. Über alle Dinge findet man mehr als genug Informationen!

Kurz gesagt: Beim (professionellen) Musikmachen geht es um viel viel mehr als nur um die Musik an sich. Wenn du es wirklich “wissen willst”, darfst du das nicht vergessen – und deswegen solltest du dich über alles, was im Musikbusiness wichtig ist, informieren.

Hast du Fragen an Marco? Dann schreib’ sie einfach hier unter den Artikel oder unter das Video!

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