7″ Studiomonitore in kompaktem Design: Im Fluid Audio FPX7 Test erklären wir, was das hier umgesetzte Koaxial-Design so vorteilhaft macht – alles als Video.

Nach der Fader-Serie hat man bei der amerikanischen Firma Fluid Audio nochmals nachgelegt und präsentiert in der FPX-Serie die Fluid Audio FPX 7 Studiomonitore. Das steht für Fader Pro Coax und das Koaxial-Design, welches hier beim Bau zum Einsatz kam. Was das genau bedeutet, schauen wir uns jetzt einmal an.

Fluid Audio FPX 7 Test – Die Bauweise des Monitors

Bereits beim Auspacken der Fluid Audio FPX 7 merkt man, dass diese Studiomonitore irgendwie anders aussehen. Der AMT-Bändchenhochtöner (das AMT bedeutet Air Motion Transformer) sitzt direkt vor dem Woofer (mit einer Größe von 7″) – das ist das angesprochene Koaxial-Design. Was aber bringt das?

Fluid Audio FPX7 Test: Der Tweeter sitzt direkt auf dem Woofer.
Fluid Audio FPX7 Test: Der Tweeter sitzt direkt auf dem Woofer.

Normalerweise kommen die Bässe und die Höhen eines Signals von verschiedenen Positionen – unten im Gehäuse sitzt der große Woofer, und darüber gibt der Tweeter die Höhen ab. Mit dem besonderen Design, das der Fluid Audio FPX7 hat, werden beide Frequenzanteile von exakt derselben Position “abgefeuert”. Das ist also der Grund für die andere Optik. Ein netter Nebeneffekt ist, dass der Fluid Audio FPX7 erfreulich kleine Maße hat (308 x 216 x 264mm).

Fluid Audio FPX7 Test – Klangliche Vorteile des Koaxial-Designs

Viel wichtiger als die Optik und das Design eines Monitors ist aber natürlich der Sound. Und durch diese Bauweise fällt das analytische Hören wesentlich leichter. Der “Sweet Spot”, also der Punkt, an dem die akustischen Eigenschaften der Monitore am besten sind, ist so wesentlich größer als bei anderen Modellen. Auch die Phasenstimmigkeit wird positiv beeinflusst. Das alles schafft die bestmöglichen Voraussetzungen, um beim Mixing und Mastering genau arbeiten zu können.

Dazu kommt noch die nach vorne gerichtete Bassreflexöffnung. Auch hier kommt der Sound so direkt ohne Umwege ans Ohr und wird nicht durch Wiedergabe zur falschen Seite hin künstlich vergrößert oder verkleinert. Apropos Bass: Dank des 7″ Woofers hat der Fluid Audio FPX7 einen sehr ordentlichen Frequenzgang von 42 Hz bis 27 kHz.

Fluid Audio FPX7 Test – Die Einstellungsmöglichkeiten

All die tollen klanglichen Features würden aber nichts bringen, wenn man die Monitore nicht an den Raum, in dem sie später stehen werden, anpassen kann. Man darf nicht vergessen, dass man es in den allermeisten Fällen nicht mit akustisch nahezu perfekten Räumen zu tun hat. Meistens ist noch eher das Gegenteil der Fall – und die Möglichkeiten, den Raum an sich zu verbessern, sind begrenzt.

Fluid Audio FPX7 Test: Die Rückseite, mit den Inputs oben links und den Einstellungsmöglichkeiten rechts oben.
Fluid Audio FPX7 Test: Die Rückseite, mit den Inputs oben links und den Einstellungsmöglichkeiten rechts oben.

So bleibt diese Fehlerkorrigierung dann an den Monitoren “hängen”. Der Fluid Audio FPX7 bietet dafür einerseits die Möglichkeit, die hohen Frequenzen zu verändern. Mittels Kippschaltern kann man diese um ±2 dB anheben bzw. absenken (0dB steht natürlich auch zur Verfügung). Daneben befindet sich die gleiche Einstellungskonfigurationen zur “Acoustic Space Control”. Dahinter versteckt sich ein Low Shelf-Filter, der unter 200 Hz arbeitet – hier sind Einstellungen von 0dB, -2dB und -4dB machbar.

Die Lautstärke kann man auf der Vorderseite des Fluid Audio FPX7 einstellen; Nutzer von anderen Fluid Audio-Modellen werden dieses Konzept gleich wiedererkennen. Der Schieberegler ist leicht gerastert, sodass insgesamt 4 Positionen ausgewählt werden können. Diese Rasterung hilft vor allem deswegen, weil man beide Monitore ja (in den allermeisten Fällen) gleich laut einstellen sollte.

Fluid Audio FPX7 Test – Drei unterschiedliche Inputs – reicht!

Links neben den Reglern zur Raumanpassung befinden sich die Inputs des Fluid Audio FPX7. Hier steht dem Nutzer XLR- und Klinkenanschluss (6,3mm, symmetrisch) und ein Cinch-Anschluss (unsymmetrisch) zur Verfügung. Das sollte für die meisten Einsatzmöglichkeiten vollkommen ausreichen.

Fluid Audio FPX7 Test – Sound der Monitore und das Fazit

All die genannten Dinge wie das Koaxial-Design und die (positiven) Konsequenzen daraus führen dazu, dass die ankommenden Signale sehr genau und präzise wiedergegeben werden. Auch filigrane Höhen und energiereiche Transienten (die traditionell für jeden Monitor eine Herausforderung darstellen) kann man ganz klar hören und erkennen. Das wird auch begünstigt durch die AMT-Bändchenhochtöner: Durch die kleine Masse, die bewegt werden muss, ist hier das Impulsverhalten sehr gut – und so können die Monitore auch eine sehr ordentliche Lautstärke wiedergeben.

Durch das Koaxial-Design wird der Sweet-Spot vergrößert, was besonders für nicht akustisch perfekt optimierte Umgebungen super ist. So wird der Abhörprozess besser gegenüber Fehlern “abgesichert”, die ansonsten vielleicht entstehen würden, wenn man mal eben 30cm vom besten Punkt entfernt sitzt. Die Kompaktheit der Fluid Audio FPX7 helfen da sicherlich auch.

Der aktuelle Straßenpreis pro Stück liegt bei ca. 460€,–.

Weitere Informationen über den Fluid Audio FPX7 bei Hyperactive.