PreSonus HP2 Kopfhörerverstärker im Studio

Der PreSonus HP2 ist ein kompakter Kopfhörerverstärker, der sich dank seiner kompakten Maße nicht nur fürs Studio, sondern auch für mobile Anwendungen eignen soll. Kann er überzeugen? Wir machen den Test!

Kopfhörerverstärker wie der PreSonus HP2 kommen immer dann zum Einsatz, wenn es darum geht, einem Kopfhörer ein sehr sauberes Signal zu geben. Oft genug reicht die Klangqualität oder die Leistung eingebauter Verstärker nämlich nicht aus, damit wir Musiker damit zufrieden sind. Egal, ob im Studio, bei Aufnahmen unterwegs oder Live-Betrieb auf der Bühne: Wenn wir uns den Sound direkt auf die Ohren geben, soll die Klangqualität doch bitteschön auch stimmen!

PreSonus HP2 Kopfhörerverstärker Test – Ausstattung

PreSonus HP2 Kopfhörerverstärker Frontansicht
Der PreSonus HP2 hat ein übersichtliches Bedienfeld.

Der handliche PreSonus HP2 (7,3 x 13,4 x 3,2 cm, ca. 450g ohne Batterie) ist mit allem ausgestattet, was man bei einem Kopfhörerverstärker für eine Person braucht: auf dem Bedienfeld ein Miniklinken-Anschluss für den Kopfhörer, eine Stromanzeige-LED, eine Warn-LED bei schwacher Batterie, ein gerastertes Volume-Poti, Panorama-Poti mit Mittenrasterung, Mono/Stereo-Schalter sowie auf der Unterseite ein großer, im Dunkeln leicht grün leuchtender Power-Knopf, Anschlussbuchse für das mitgelieferte 9V-Netzteil und eine kleine Mini-XLR5-Input-Buchse, für die eine Kabelpeitsche auf zwei Standard-XLR-Anschlüsse mitgeliefert wird.

Außerdem gibt es einen Gürtelclip, unter dem sich das Fach für die 9V-Batterie befindet, mit der der PreSonus HP2 alternativ betrieben werden kann. Das macht den Kopfhörerverstärker mobil. Laut PreSonus reicht eine Marken-Batterie für mehr als 7 Stunden Betrieb.

Alles ist in einem robusten Metallgehäuse verbaut, was den PreSonus HP2 Kopfhörerverstärker für den täglichen Einsatz prädestinieren sollte.

PreSonus HP2 Test – Einsatzgebiete

PreSonus HP2 Kopfhörerverstärker Audio-Input und Stromanschluss
Die Eingänge und der Power-Schalter auf der Unterseite

Der PreSonus HP2 bietet sich für verschiedene Einsatzmöglichkeiten an. Im Studio, wenn nur ein Kopfhörer gebraucht wird oder die Musiker nicht alle um einen Mehrfach-Kopfhörerverstärker rumsitzen wollen oder können. Unterwegs, zum Beispiel beim mobilen Recording, ist er der ideale Begleiter, denn der PreSonus HP2 passt in jede Tasche.

Ebenfalls denkbar ist der Einsatz an Smartphones und Tablets. Ein dedizierter Kopfhörerverstärker kann hier für deutlich besseren Klang sorgen, da der Amp des mobilen Geräts nicht so beansprucht wird. Man benötigt dafür ein passendes Adapterkabel, das es aber ohne Probleme im Fachhandel gibt. Und inzwischen sind schließlich längst genug Apps auf dem Markt, mit denen sich professionell Musik machen und aufnehmen lässt.

Aber auch das kabelgebundene In-Ear-Monitoring, z.B. für den Keyboarder, der sich sowieso nicht so viel auf der Bühne bewegt, kann mit dem kleinen Kopfhörerverstärker prima umgesetzt werden. Dank des langen Gürtelclips ist der PresSonus HP2 sicher befestigt und der Weg zu den In-Ear-Monitoren nicht weit. Der verschraubte Mini-XLR-Anschluss ist eine prima Zugentlastung.

PreSonus HP2 Test – Praxis

Wir haben den PreSonus HP2 Kopfhörerverstärker mit verschiedenen Kopfhörern getestet. Mit dabei waren ein Sennheiser HP-25, ein schon etwas älterer AKG K500 sowie das bei Musikern unterwegs so beliebte Consumer-Modell Koss Porta Pro. Unterschiedlicher könnten die Klangcharakteristika der drei Modelle wohl kaum sein.

PreSonus HP2 Kopfhörerverstärker mit Batteriebetrieb
Unter dem großen Gürtelclip befindet sich das Batteriefach des PreSonus HP2.

Umso wichtiger ist bei einem Kopfhörerverstärker, dass er sehr klangneutral ist. Schließlich will man den bekannten Sound des Kopfhörers hören, nicht eine Verfärbung durch den Amp. Der PreSonus HP2 machte seine Sache im Test sehr gut. Ich erkannte die unterschiedlichen Kopfhörer sofort wieder. Auch das Eigenrauschen des Amps kam erst ab Lautstärken zum Tragen, bei denen ein normaler Mensch besser keinen Kopfhörer mehr auf den Ohren hat – sehr gut.

Die Bedienung, auch am Gürtel ist sehr gut. Für den Studioeinsatz gefällt mit der Stereo/Mono-Knopf, mit dem man einen Mix stets auf Mono-Kompatibilität überprüfen kann. Das gerasterte Lautstärke-Poti verstellt sich nicht leicht, und man muss schon ein bisschen fester zupacken um beide Potis zu drehen. Im Live-Betrieb ist das ein klarer Vorteil.

Das Panorama-Poti geht übrigens von 100% links bis zu 100% rechts. Das ist zum Beispiel praktisch, wenn man mit einem Ohr die Außenwelt mitbekommen möchte. So kann man die Kopfhörermuschel bei einem Ohr einfach zur Seite schieben.

Ein bisschen suchen muss man bei der Kabelpeitsche danach, welcher XLR-Stecker den nun links oder rechts ist. Es steht recht klein an der Kabelteilung. Für den Bühneneinsatz empfehle ich einen dicken Filzschreiber zum Markieren der Stecker.

PreSonus HP2 Test – Fazit

Der PreSonus H2 Kopfhörerverstärker ist sehr robust gebaut, klangneutral und lässt sich prima bedienen. Außerdem war er im Test mit den unterschiedlichsten Kopfhörern kompatibel. Damit erfüllt er alle Eigenschaften, die ich von so einem Gerät erwarte, mit Bravour. Er kostet im Laden ca. 114,– Euro, was ich für ein Gerät mit sehr guten Klangeigenschaften und Metallgehäuse für absolut angemessen halte.

Wer einen kleinen, stabilen und gut klingenden Kopfhörerverstärker sucht, den man sowohl im Studio wie auch unterwegs einsetzen kann, sollte den PreSonus HP2 unbedingt einmal ausprobieren.