Amp ist die Kurzform für Amplifier. Im Bereich der Musikinstrumente ist damit ein Verstärker gemeint, meistens (aber nicht immer) ein Gitarren- oder Bassverstärker.

So funktioniert ein Amp

Wir machen es kurz und nicht zu technisch: Man verbindet seine E-Gitarre oder E-Bass mithilfe eines Klinkenkabels (manchmal auch per Funk) mit seinem Gitarrenverstärker. Im Amp ist dann eine Vorstufe mit Lautstärkeregler, dann gibt es Impedanzwandler und Klangsteller, mit denen man den Klang beeinflussen kann (das ist dann der EQ-Bereich). Danach folgt die Gesamtlautstärke und ganz am Ende sitzt die Endstufe. Wichtig ist bei einem Amp, dass er das Signal einer Gitarre nicht nur verstärkt, sondern dieses auch verzerrt – so entsteht der besondere Sound eines jeden einzelnen Amps.

Welcher Amp ist der richtige? – Formen und Arten

Ein Verstärker kann viele verschiedene Formen haben: Eine “Combo” mit eingebauten Lautsprechern, ein Topteil (an das dann noch eine Box mit Lautsprechern angeschlossen werden muss), sogar Rack-Versionen gibt es. Alle haben verschiedene Leistungsstufen (manche davon sind mittlerweile regelbar), also zum Beispiel eine Ausgangsleistung von 50 oder 100 Watt. Für viele wichtig sind eingebaute Effekte. Viele bieten auch unterschiedliche Sounds – amerikanisch, britisch, oder einfach nur lauter machend (also clean).

Von vielen absolut geliebt und unübertroffen ist der Sound eines Verstärkers, bei dem Röhren eingesetzt werden, um das Signal zu verstärken. Dadurch wird ein Amp zwar unter anderem wesentlich schwerer und heißer, aber viele Fans schwören auf „die Röhre“. Durch die Bauart kann man praktisch verschiedene Arten der Verzerrung erzeugen.

Das ist bei einem Amp mit Transistoren etwas anders, und dadurch lassen sich auch die leicht anderen Sounds erklären. Während ein Gitarrenverstärker mit Röhre das Signal langsam „anzerrt“, setzt es bei einem Amp mit Transistoren schlagartig ein. Röhrenverstärker sind besonders in Rock und Metal gefragt, da der Sound einer Röhre typisch für die Genres ist – aber man sollte einfach mit seiner E-Gitarre sowohl einen Amp mit Röhre als auch einen Transistoramp ausprobieren.

Eine neue Entwicklung – Modeling

Relativ neu sind sogenannte Modeling-Amps. So ein Amp simuliert digital mit Mikrofonen aufgenommene Verstärker. So hat man also theoretisch hundert verschiedene Topteile und Boxen in einem einzigen Verstärker. Die Vorteile liegen auf der Hand – man muss nicht mehrere Amps mitschleppen, um eine Vielzahl an unterschiedlichen Sounds erreichen zu können. Stattdessen kann man frei wählen und auch verschiedene Kombinationen (zum Beispiel ein Marshall-Topteil mit einer Box von Peavey) ausprobieren.

Ob der Sound wirklich „echt“ und originalgetreu klingt, das ist der Gegenstand einer hitzigen Debatte. Viele hinterfragen diese digitale Simulation oder lehnen sie sogar kategorisch ab. Eine wichtige Frage dabei ist sicherlich auch, in welcher Art und Weise man so einen Modeling-Amp einsetzen will, ob zum Beispiel zum Aufnehmen oder „nur“ in einem Live-Einsatz. Je nachdem, wie und wo man einen solchen Modelingamp einsetzt, wird der Unterschied zum „echten“ Verstärker mal mehr und mal weniger auffallen.

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