Ein Arranger Keyboard (manchmal auch Entertainer Keyboard genannt) ist eine spezielle Form eines Keyboards. Es bietet nicht nur die Sounds vieler verschiedener Musikinstrumente an, sondern hat auch Funktionen, womit ein einzelner Musiker wie eine ganze Band klingen kann.

Arranger Keyboard – Ausstattung

Wer ein Arranger Keyboard kaufen möchte, sollte auf einige wichtige Features achten, die immer dabei sein sollten. Fangen wir bei der Tastatur an: Hier sollte man ein Keyboard mit mindestens 61 Tasten wählen. Das entspricht fünf Oktaven, die man auch durchaus braucht, denn die Tastatur sollte splitbar sein, um die Begleitfunktionen anwählen zu können. Die Tasten können dabei ungewichtet oder leicht gewichtet sein – Features wie zum Beispiel eine Hammermechanik sind die Ausnahme.

Will man ein Arranger Keyboard kaufen, sind die Begleitfunktionen ganz wichtig. Diese Begleitfunktion spielt verschiedene „Songs“ ab, die in verschiedene Kategorien oder Genres (z.B. Latin, Rock, Balladen,…) unterteilt sind. Diese werden einfach angewählt (meistens hat ein Arranger Keyboard ein Display zur Steuerung – gute Lesbarkeit ist wichtig) und dann kann der Keyboarder dazu einfach mitspielen. Die Anzahl solcher Begleitautomatiken, die eingespeichert sind, ist mittlerweile wirklich riesig. Waren es früher meistens noch 100, so gehen heute die Zahl heute in die tausende. Dank USB-Schnittstellen, internen Festplatten und kostengünstigen Expansion Packs ist es einfacher denn je, passende Sounds zu finden.

Oft bietet ein Arranger Keyboard bzw. Entertainer Keyboard auch ein kleines Lautsprechersystem, das dem Spieler als Orientierungshilfe dient bzw. damit er weiß, was er überhaupt spielt. Hier sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die ausgegebene Musik auch in lauteren Umgebungen noch zu verstehen ist, und dass der Sound einigermaßen realistisch ist.

Ebenfalls nett und sinnvoll ist ein Aufsatz für Notenblätter. Der sollte im Idealfall auch abnehmbar und schnell verstaut sein.

Die Begleitautomatik ist das wichtigste Feature

Die erwähnte Begleitautomatik wird bei einem Arranger Keyboard mittlerweile immer besser und realistischer. Meist hat man die Wahl zwischen verschiedenen Voicings eines einzigen Styles, und es gibt verschiedene „Module“, die man einfach zusammensetzen kann (Intros, Outros, Strophen etc.). „Gesteuert“ wird die Musik mit der linken Hand (deswegen auch die erwähnten 61 Tasten als Minimum – sonst wird es einfach ein bisschen zu eng!) – , wobei man Akkorde spielt, die dann von der Begleitautomatik erkannt und aufgegriffen werden. Manche Arranger Keyboards bieten sogar eine „Ein-Finger-Automatik“ an, bei dem man nur eine einzige Taste drücken muss.

Generell ist der Sound dieser Automatiken das Wichtigste. Mittlerweile ist es nicht mehr eine Frage der Soundqualität, sondern es geht eher darum, ob ein Arranger Keyboard wirklich den musikalischen „Kern“ eines bestimmten Stils trifft. Da hilft im Zweifelsfall wirklich nur antesten, denn man selbst weiß am ehesten, wie ein bestimmter Song klingen sollte. Ein Entertainer Keyboard bzw. Arranger Keyboard ist eben das – ein „Zulieferer“ für einen Entertainer. Dementsprechend ist hier ein intensives Auseinandersetzen mit dem Produkt sogar noch wichtiger als bei Synthesizer, Gitarre & Co.

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