Ein

Class-D-Verstärker

ist eine bestimme Klasse von Verstärkern, denen man überall im Instrumentenbereich begegnet.

Kurz erklärt – die anderen Klassen

Neben dem „D-Klasse“ gibt es auch noch andere Verstärker, deren Vorzüge und Eigenheiten hier der Vollständigkeit halber auch erwähnt werden sollen. Ein Class-A-Verstärker zeichnet sich (kurz gesagt) vor allem dadurch aus, dass er das ankommende Audiosignal am wenigsten verzerrt. Durch seine Bauweise entwickelt sich aber auch sehr viel Hitze und der Stromverbrauch ist relativ hoch.

Effizienter arbeitet dagegen ein Class-B-Verstärker, da die Stromzufuhr im Ruhezustand wesentlich geringer ist. Allerdings ist der Klang am Ende nicht so fein auflösend, da Verzerrungen häufiger auftreten. Ein Kompromiss beider Welten ist der Class-AB-Verstärker. Diese können zwischen der Class-A- und Class-B-Funktionsweise umschalten.

Class-D-Verstärker

Kommen wir jetzt zum Class-D-Verstärker, um den es ja eigentlich geht. Class-D-Verstärker sind wesentlich effizienter als die vorher genannten Verstärkertypen (Effizienz von ca. 90% im Gegensatz zu 20%-50%, je nach Verstärkertyp). Class-D-Verstärker erzeugen ein Pulsbreitenmodulations-Signal, dass dann verstärkt wird.

Dabei kommt zunächst, ganz normal, das Audiosignal an. Gleichzeitig erzeugt ein Generator eine Sägezahn- oder Dreieckswelle, die dann durch das Audiosignal moduliert wird. Ein eingebauter Komparator vergleicht die Spannungen beider Signale und schaltet dann entweder ein oder aus.

Das trifft auch auf die Transistoren zu, die das Signal dann verstärken. Anders als bei den anderen Klassen arbeitet ein Transistor hier entweder komplett oder gar nicht – „Mittelstufen“ gibt es nicht.

In einem letzten Schritt muss das Pulsbreitenmodulationssignal wieder herausgefiltert werden – ansonsten wäre das ankommende Audiosignal ja ein komplett anderes bzw. würde falsch klingen.

Wie man also sieht, ist ein Class-D-Verstärker wesentlich effizienter, entwickelt kaum Hitze und kann dementsprechend auch wesentlich kleiner gebaut werden. Bei nicht ganz sauberer Verarbeitung bzw. Einsatz von qualitativ minderwertigen Bauteilen ist der Klang zwar mit dem der anderen Verstärkerklassen nicht zu vergleichen (sagen zumindest die Experten), aber Class-D-Verstärker werden auch im HiFi- und Professional-Bereich benutzt – das sagt also eigentlich alles.

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